Haushaltsversicherung: Kind bemalt Wand

Welche Versicherung greift bei Schäden durch Kinder?

  • 20.10.2020
  • Vincent R.
  • Lesedauer: 3 min.

Manchmal nützen alle Vorsichtsmassnahmen nichts: Wenn Kinder heranwachsen, gibt es immer wieder Schadensfälle. Ob diese von der Versicherung bezahlt werden, hängt vom Alter der Kinder, von deiner Police und von den genauen Umständen ab.

Als ich noch jung war, hatte ich es faustdick hinter den Ohren. Bei Streichen und Missgeschicken sind immer wieder Schäden entstanden. In diesem Artikel beschäftigen wir uns damit, wer für solche Schadensfälle aufkommen muss. Haftet das Kind selbst oder sind es die Eltern? Und sind Schäden durch Kinder von einer Versicherung gedeckt oder musst du selber in die Tasche greifen?

Wer Kinder hat, sollte eine Privathaftpflichtversicherung abschliessen

Wenn man Dritten aus Versehen einen Schaden zufügt, ist das meist ein Fall für die Privathaftpflichtversicherung. Diese ist in der Schweiz zwar nicht obligatorisch, aber gerade für Familien ist sie unabdingbar. Wenn deinem Kind oder dir ein Missgeschick passiert, kann sie dich vor einer gigantischen Rechnung bewahren. Die Prämie ist verhältnismässig tief und mit dem Versicherungsrechner von FinanceScout24 findest du garantiert die besten Angebote in der Schweiz.

Beachte dabei, dass die Privathaftpflichtversicherung keine Schäden an deinem eigenen Besitz übernimmt. Wenn dein Kind also dein eigenes Auto zerkratzt, wird die Privathaftpflicht nicht zahlen. Ist es hingegen das Auto des Nachbarn, kannst du dies deiner Versicherung melden. Ob die Reparaturkosten übernommen werden, hängt dann von den genauen Umständen ab. Mehr dazu erfährst du im nächsten Kapitel. 

Grundsätzlich werden Schäden an deinem eigenen Besitz nicht von der Privathaftpflicht gedeckt, sondern von der Hausratversicherung. Viele Gesellschaften bieten diese zwei Versicherungen in einem Kombipaket an; man spricht dann von einer Haushaltsversicherung.

Im Basispaket der Hausratversicherung sind selbstverursachte Schäden nicht inbegriffen. Dafür brauchst du zum Beispiel eine Hausratkasko-Versicherung. Diese greift unter anderem dann, wenn deine Kinder das teure Sofa bemalen oder die schöne Blumenvase vom Regal stossen. Aber Achtung: Der Schutz einer Hausratkasko-Versicherung ist zwar sehr umfassend, dafür sind meist auch die Prämien ziemlich hoch. Am besten vergleichst du die Angebote auf FinanceScout24 und prüfst, ob sich diese Option für dich lohnt.

Bei Schäden durch Kinder sind die Umstände entscheidend

Im obigen Abschnitt habe ich bereits erwähnt, dass die Privathaftpflicht nicht für alle Schäden aufkommt, welche Kinder verursachen. Abhängig ist das unter anderem davon, wie alt die Kinder sind und ob die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachkamen.

Ob Kinder für einen Schaden haften, hängt von ihrer Urteilsfähigkeit ab. So steht es in den Gesetzbüchern. Aber was ist damit genau gemeint? Ein Kind ist dann urteilsfähig, wenn es das Risiko und die Folgen seiner Handlungen richtig einschätzen kann. Dafür gibt es keine klare Altersgrenze und es muss von Fall zu Fall entschieden werden. Ganz wichtig: Auch wenn ein Kind noch nicht urteilsfähig ist, haften die Eltern zum Teil für Schäden, die von ihren Kindern verursacht werden. Das ist dann der Fall, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Wie weit diese geht, ist nicht allgemein festgelegt und hängt ebenfalls von der Situation ab. 

Sobald die Haftung für einen Schaden geklärt ist, geht es um die Deckung der Versicherung. Grundsätzlich übernimmt die Privathaftpflichtversicherung jene Schäden, welche an Dritten verursacht wurden. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Eltern oder die Kinder für einen Schaden haften. Allerdings: Die Privathaftpflichtversicherung zahlt nur, wenn ein Schaden aus Versehen entstanden ist. Wenn etwas extra zerstört wird oder man grobfahrlässig handelt, muss man mit Kürzungen der Versicherungsleistungen rechnen. 

Viele Eltern übernehmen einen Schaden auch dann, wenn rechtlich gesehen weder sie noch ihre Kinder dafür haften. Anlass gibt kein Gerichtsentscheid, sondern das schlechte Gewissen. Heutzutage gibt es Versicherungsgesellschaften, welche auch für solche Schäden aufkommen. Prüfe dafür deine Versicherungsbedingungen oder frage direkt bei deinem Anbieter nach, wie solche Fälle gehandhabt werden.

Die beste Schweizer Versicherung für Familien finden

So, damit haben wir alle wichtigen Punkte abgehakt. Nun weisst du, welche Versicherung für welche Schäden von Kindern aufkommt. Zum Schluss verrate ich dir noch, wie du das beste Versicherungsangebot in der Schweiz findest. Weil das stark von deinen Anforderungen und deinen Lebensumständen abhängt, gibt es dafür natürlich keine generelle Antwort. Wichtig ist vor allem, dass du die verschiedenen Schweizer Angebote miteinander vergleichst. 

Ganz einfach geht das mit dem Versicherungsrechner von FinanceScout24. Hier wirst du unter anderem nach der Anzahl der Kinder in deinem Haushalt gefragt. Bei der Privathaftpflichtversicherung kannst du auch die maximale Deckungssumme festlegen. Basierend darauf schlagen wir dir dann passende Angebote vor. Es lohnt sich ausserdem, die unterschiedlichen Versicherungen regelmässig zu vergleichen – besonders dann, wenn ihr bald ein Kind erwartet oder sich deine Lebensumstände verändern. Mit einem guten Angebot kannst du jedes Jahr viel Geld sparen.

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