Privathaftpflichtversicherung: Velofahrerin ist mit Fussgänger kollidiert

Die Privathaftpflichtversicherung: Definition, Erklärung und Beispiele

Vincent R. -

In der Schweiz haben die meisten Personen eine Privathaftpflichtversicherung. Hier erfährst du, was diese bringt, welche Dinge du vor dem Abschluss einer Versicherung entscheiden musst und wie du das beste Angebot findest.

Privathaftpflichtversicherung Erklärung:

Zusammenfassung

  • Die Privathaftpflichtversicherung deckt Schäden, die du aus Versehen fremden Personen oder Gegenständen zufügst.

  • Sie ist in der Schweiz nicht obligatorisch, aber sehr empfehlenswert: Speziell Personenunfälle können immens hohe Folgekosten nach sich ziehen.

  • Aus diesem Grund haben etwa 90 % aller Personen in der Schweiz eine Privathaftpflichtversicherung.

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Privathaftpflichtversicherung: Definition

Die Privathaftpflicht übernimmt Schäden, die du aus Versehen Dritten zufügst. Ausserdem ist oft eine passive Rechtsschutzversicherung inbegriffen. Die Versicherung prüft jeweils, ob du für den Schaden überhaupt haftbar gemacht werden kannst, und lehnt für dich ungerechtfertigte Ansprüche ab.

In der Schweiz ist die Privathaftpflichtversicherung nicht obligatorisch. Trotzdem haben hierzulande rund 90 % aller infrage kommenden Personen eine Haftpflicht, denn sie zählt zu den wichtigsten Versicherungen. Vielfach wird die Versicherung nicht nur für Einzelpersonen, sondern gleich für einen ganzen Haushalt abgeschlossen. Das ist nicht nur bei Familien möglich, sondern auch bei Wohngemeinschaften.

Was deckt die Privathaftpflicht ab?

Selbstbehalt & Prämie

Wie bei vielen anderen Versicherungen wählst du auch bei der Privathaftpflicht einen Selbstbehalt. Das ist der Betrag, den du bei einem Schadenfall selber bezahlen musst. In der Regel liegt er bei 200 Franken, aber bei vielen Versicherungen kannst du das auf Wunsch anpassen.

Grundsätzlich steigt deine Prämie, je tiefer dein Selbstbehalt ist. Falls du wissen willst, wovon diese sonst noch beeinflusst werden, findest du die Details in unserem Artikel zu den Kosten einer Privathaftpflichtversicherung.

Ausserdem wichtig für Mietwohnungen: Der Selbstbehalt bei Mieterschäden bezieht sich bei einigen Anbietern auf die ganze Wohnung, bei anderen auf die einzelnen Zimmer. Hier lohnt es sich, bei deiner Versicherung nachzufragen und das Kleingedruckte zu lesen.

Deckungssumme

Die Deckungssumme gibt an, wie viel die Versicherung für einen Schaden maximal zahlt. Häufig kannst du die Höhe der Deckungssumme zwischen 5 und 10 Millionen Franken wählen. Du solltest dabei vergleichen, wie sich unterschiedliche Deckungssummen auf deine Prämien auswirken.

Meist ist der Unterschied gering und in diesen Fällen empfiehlt es sich, eine höhere Summe zu wählen. Häufig unterschätzt man nämlich, wie teuer Personenschäden werden können, wenn sich jemand schwer verletzt. So bist du auf der sicheren Seite.

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Zusatzversicherungen

Die angebotenen Zusatzoptionen unterscheiden sich je nach Versicherung. Besonders häufig abgeschlossen wird die Fremdlenkerversicherung. Diese kann sich lohnen, wenn du ab und zu mit fremden Fahrzeugen unterwegs bist.

Verursachst du dabei einen Schaden, übernimmt diese Zusatzversicherung jene Kosten, die durch Reparaturen oder höhere Prämien entstehen.

Auch für gewisse Hobbys gibt es spezielle Zusatzversicherungen. Dazu gehören zum Beispiel Reiten, Modellfliegen, Jagen oder Fallschirmspringen.

Und im Ausland?

Die Haftpflichtversicherung ist in der Regel weltweit gültig: Selbst wenn du in den Ferien einen Schaden verursacht, ist dieser also von der Privathaftpflicht gedeckt. Sicherheitshalber solltest du das aber vor einem Aufenthalt im Ausland kurz bei deiner Versicherung abklären.

Welche Schäden sind von der Privathaftpflicht nicht gedeckt?

In diesen Fällen zahlt die Versicherung nicht oder nur einen Teil der Schadensumme:

  • Wenn der Schaden an einer oder durch eine Person entsteht, die im selben Versicherungsvertrag eingeschlossen ist.

  • Wenn du den Schaden vorsätzlich verursachst hast.

  • Wenn der Schaden durch ‘grobfahrlässiges Handeln’ verursacht wurde (also mit der nötigen Vorsicht hätte verhindert werden können).

  • Bei Schäden, die mit dem Auto oder Motorrad entstanden sind: Hier greift die obligatorische Motorfahrzeughaftpflichtversicherung

Übrigens: Die meisten Versicherungen bieten einen Grobfahrlässigkeitsschutz an. Eine unachtsame Handlung wird schnell als grobfahrlässig eingestuft, weswegen dieser Zusatz sehr sinnvoll sein kann.

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