Kreditdokumente: Mann im Wohnzimmer
Welche Dokumente muss ich für einen Kredit einreichen?

Welche Dokumente muss ich für einen Kredit einreichen?

  • 12.05.2020
  • Ben M.
  • Lesedauer: 3 min.

Ein Kreditinstitut darf dir nicht einfach nach Lust und Laune jeden Betrag auszahlen – es ist verpflichtet, bei allen Anträgen zu prüfen, ob sie sich innerhalb der gesetzlichen Leitplanken bewegen. Damit es das verlässlich tun kann, musst du deine Angaben mit ein paar Dokumenten belegen.

Die Prüfung des Kredits geht nicht ohne entsprechende Unterlagen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – das sehen zumindest die Kreditinstitute so. Oder besser gesagt der Gesetzgeber, denn er schreibt vor, dass bei jeder Kreditvergabe eine Reihe von Prüfungen durchgeführt werden müssen. Wenn du also einen Privatkredit beantragst, ist es für das Kreditinstitut obligatorisch, mittels sogenannter Bonitätsprüfung zu evaluieren, ob das Ganze überhaupt ‘verhebt‘.

Das dient in erster Linie deiner eigenen Sicherheit: Ein Kredit soll dir grössere Investitionen ermöglichen, die dir Freude bereiten – und nicht für einen Abstieg in den Schuldenstrudel sorgen. Aus diesem Grund gibt es Kreditvoraussetzungen, die zwingend einzuhalten sind (was manchmal auch zu einer Ablehnung deines Kreditgesuchs führt; aber das ist sehr viel harmloser, als in die Überschuldung zu geraten!).

Um diesen gesetzlichen Anforderung gerecht zu werden, braucht der Kreditgeber ein paar Auskünfte von dir. Konkret geht es darum, richtig einschätzen zu können, wie es um deine finanzielle Situation steht resp. ob du in der Lage bist, die Kreditraten zu stemmen. Und diese Angaben musst du mit den jeweiligen Dokumenten belegen…denn wie gesagt: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser.

Kontoauszüge, Lohnabrechnungen, Betreibungsauszüge: Welche Dokumente werden wirklich bei einem Kreditantrag verlangt?

  • Lohnabrechnungen: Die Grundlage für die Machbarkeits-Berechnung deines Kredits bildet natürlich dein Lohn. Deshalb braucht das Kreditinstitut deine letzten drei Lohnabrechnungen deines Arbeitgebers (also diejenigen, die du jeden Monat erhältst – nicht zu verwechseln mit dem Lohnausweis, der dir nur einmal im Jahr für die Steuererklärung zugestellt wird). So sieht das Kreditinstitut auch gleich, dass du dich tatsächlich in einem Angestelltenverhältnis befindest und über ein regelmässiges Einkommen verfügst.

Für den Fall, dass du als Selbständiger einen Kredit aufnehmen willst, musst du je nachdem bis zu sechs Nachweise deiner Lohngutschriften beilegen. Ausserdem verlangen hier gewisse Kreditinstitute die detaillierte Steuerveranlagung des Vorjahres.

  • Ausweis: Selbstverständlich muss dich das Kreditinstitut zweifelsfrei identifizieren und deine Personalien aufnehmen. Das geschieht mittels eines amtlichen Ausweises (Identitätskarte oder Reisepass, für Ausländer der Ausländerausweis). Wichtig ist, dass das Dokument noch gültig ist und Vorder- sowie Rückseite gut lesbar sind.
  • Weitere Dokumente: Darüber hinaus verlangen einige Kreditgeber zusätzliche Dokumente wie einen aktuellen Betreibungsregisterauszug oder eine Kopie des Mietvertrags – da würdest du dann aber entsprechend informiert werden.
  • Für den Fall, dass du einen bestehenden Kredit ablösen möchtest, legst du eine Kopie des laufenden Kreditvertrags sowie eine aktuelle Schlussabrechnung bei.

Eine seriöse Kreditprüfung ist kein drei-Minuten-Ei: Das nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch. Hier machst du dir aber am besten selbst einen Gefallen und reichst dein Kreditgesuch von Anfang an als vollständiges Dossier mit allen notwendigen Dokumenten ein. So kann das Kreditinstitut gleich eine saubere Bonitätsprüfung durchführen und dir zeitnah eine Rückmeldung geben – so dass du ohne langes Hin und Her baldmöglichst die Gutschrift auf dein Konto erhältst.