Bonus-Malus-System einfach erklärt: Wie du mit gutem Fahrstil bei der Autoversicherung sparst
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Beim Autofahren zahlt sich ein guter Fahrstil aus: Wer unfallfrei fährt, profitiert bei vielen Schweizer Autoversicherungen vom Bonus-Malus-System. Doch wie funktioniert dieses Prinzip genau? Und wie kannst du dich mit einem Bonusschutz vor teuren Rückstufungen schützen? Dieser Ratgeber erklärt das System Schritt für Schritt – inklusive Spartipps und Fallbeispielen.
Bonusschutz bei der Autoversicherung
Zusammenfassung
Je weniger Schadenfälle du bei der Versicherung einreichst, desto niedriger sind deine Prämien.
Es kann sinnvoll sein, einen Schaden selbst zu bezahlen, damit du weiterhin von tiefen Prämien profitierst.
Alternativ kannst du dich mit der Zusatzdeckung Bonusschutz gegen steigende Prämien absichern.
Bei FinanceScout24 empfehlen wir dir, den Bonusschutz abzuschliessen, vor allem wenn du Fahranfänger:in bist.
Was ist das Bonus-Malus-System in der Schweiz?
Das Bonus-Malus-System ist ein Prämienmodell der Autoversicherung, bei dem du für schadenfreies Fahren belohnt wirst. Je länger du unfallfrei unterwegs bist, desto tiefer wird deine Bonusstufe – und desto weniger zahlst du für deine Haftpflicht- und Kaskoversicherung. Kommt es jedoch wieder zu Schadenmeldungen, stuft dich die Versicherung in eine höhere Bonusstufe zurück (Malus) und deine Prämie steigt.
Im Detail besteht das Bonus-Malus-System aus folgenden Komponenten:
Die Bonusstufe: Du wirst bei Vertragsabschluss in eine Bonusstufe eingeteilt. Je niedriger die Bonusstufe, desto weniger Prämie zahlst du.
Die Prämien: Abhängig von deiner Bonusstufe sind die jährlichen Prämien höher oder tiefer als die Grundprämie.
Die Konditionen: Wie viele Bonusstufen es gibt, nach welchen Kriterien du eingeteilt wirst und wie hoch der Rabatt auf die Grundprämie ist, hängt von der jeweiligen Versicherung ab. Deshalb der Tipp: Vergleiche die verschiedenen Anbieter!

Wie genau funktioniert das Bonus-Malus-System?
Deine Bonusstufe wird nicht einmalig festgelegt, sondern immer wieder neu berechnet. Das bedeutet, dass du deine Prämie durch dein Fahrverhalten selbst beeinflussen kannst.
Unfallfrei fahren: Wenn du unfallfrei fährst, sinkt deine Bonusstufe jedes Jahr. Das führt zu einer niedrigeren Prämie. Ein bisschen wie ein Sportler oder eine Sportlerin, die bei jedem Training besser werden – nur dass du dafür nicht ins Fitnessstudio gehen musst!
Unfall oder Schaden: Falls du einen Unfall verursachst und deine Versicherung für den Schaden aufkommt, steigt deine Bonusstufe. Das bedeutet, du musst wieder mehr für die Versicherung bezahlen.
Gut zu wissen: Wenn du mit einem fremden Auto einen Unfall verursacht, kann dies ebenfalls Auswirkungen auf deine Bonusstufe haben. Um dich gegen hohen Kosten zu schützen, kann eine Fremdlenkerversicherung helfen.
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Autoversicherungen vergleichenSo wird deine Bonusstufe bei der Autoversicherung berechnet
Die Bonusstufe (oder auch Prämienstufe) bei deiner Autoversicherung hängt von 2 Faktoren ab:
Fahrpraxis: Wie lange fährst du schon Auto?
Schadenhistorie: Wie viele Schäden hast du in der Vergangenheit verursacht?
Auswirkungen der Bonusstufe auf die Prämie
Die Auswirkungen der Bonusstufe auf deine Prämie sind unterschiedlich: In den unteren Stufen ist der Unterschied bei der Prämie kleiner, während in den oberen Stufen eine Erhöhung der Prämie durch einen Unfall deutlich stärker zu Buche schlägt.
Tipp: Wenn du nach einem Unfall deine Prämie nicht erhöhen willst, kann es sich lohnen, den Schaden selbst zu begleichen. Dadurch vermeidest du eine höhere Versicherungsprämie in den kommenden Jahren. Das zahlt sich je nachdem aus.
Zu den Angeboten mit BonusschutzWas ist der Bonusschutz und wann kommt er ins Spiel?
Der Bonusschutz ist eine Zusatzversicherung (wie zum Beispiel der Insassenschutz oder Pannendienst), die dich davor schützt, dass deine Prämie nach einem Unfall steigt, indem sie verhindert, dass deine Bonusstufe negativ beeinflusst wird. Mit einem Bonusschutz kannst du einen oder sogar mehrere Schadenfälle haben, ohne dass dies Auswirkungen auf deine Bonusstufe und damit auf deine Versicherungskosten hat.
In der Schweiz unterscheiden sich die Versicherungen stark darin, wie sie Schadenfälle in Bezug auf die Bonusstufen behandeln. Einige Versicherungen erlauben es, 1 oder 2 Schadenfälle pro Jahr ohne Auswirkungen auf die Prämie zu haben, solange du einen Bonusschutz abgeschlossen hast.
Beispiel: Angenommen, du hast einen Parkschaden oder verursachst einen leichten Auffahrunfall – mit einem Bonusschutz bleibt deine Prämie stabil, auch wenn die Versicherung für den Schaden aufkommt.
Für wen lohnt sich der Bonusschutz?
Ein Bonusschutz kann besonders für Fahr-Neulinge sinnvoll sein. Wer noch nicht so viel Fahrpraxis hat, könnte häufiger in kleinere Schadenfälle verwickelt werden, was die Prämie schnell in die Höhe treiben kann.
Zudem macht der Bonusschutz Sinn, wenn du schon seit einigen Jahren unfallfrei unterwegs bist und eine tiefe Prämienstufe erreicht hast. Damit dich ein Unfall nicht gleich zurückwirft, lohnt sich hier ein Bonusschutz.
Nice to know: Wenn du in einen Unfall verwickelt bist, kann dir neben dem Bonusschutz auch ein Verkehrsrechtsschutz helfen. Er schützt dein Recht im Streitfall.
Bonus oder Malus: Vor- und Nachteile im Überblick
Im Folgenden findest du eine Übersicht der Vor- und Nachteile des Bonusschutzes, um zu entscheiden, ob er für dich sinnvoll ist.
Ohne Bonusschutz
Mit Bonusschutz
Vorteile
➕Keine zusätzlichen Kosten für den Bonusschutz.
➕Keine Prämienerhöhung nach einem oder mehreren Schadenfällen.
➕Schützt vor unerwarteten Kostensteigerungen.
Nachteile
➖Prämienerhöhung nach Schadenfall.
➖Risiko einer Prämienerhöhung, auch bei einem einzelnen Unfall.
➖Kann teuer werden, wenn mehrere Unfälle passieren.
➖Kostet in der Regel einen zusätzlichen Aufpreis für den Schutz.
Was kostet der Bonusschutz in der Schweiz?
Ein Bonusschutz kostet in der Schweiz zwischen 30 und 100 Franken pro Jahr. Das ist etwas mehr als ein monatliches Streaming-Abo, aber anstatt Filme zu schauen, sparst du bei deiner Versicherung!
Kostenfaktoren für den Bonusschutz
Die genaue Höhe hängt vom gewählten Versicherungspaket, dem Fahrzeugtyp, deinem Alter und der Schadenhistorie ab. Der Bonusschutz kann sich insbesondere dann lohnen, wenn du dich bereits in einer tiefen Bonusstufe befindest und eine Rückstufung mit hohen Mehrkosten verbunden wäre.
Bonusschutz greift nicht bei grober Fahrlässigkeit
Ein Bonusschutz bewahrt dich vor einer Rückstufung – aber nur bei regulären Schadenfällen. Bei Grobfahrlässigkeit (z. B. Fahren unter Alkoholeinfluss) verliert er seine Wirkung.
Schütze dich vor hohen Prämien
Um dich vor höheren Prämien zu schützen, solltest du vorausschauend fahren und vorsichtig im Strassenverkehr sein. Aktiviere den Bonusschutz in deiner Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung, um bei Schadenfällen keine Prämienerhöhung zu riskieren. Kleinere Schäden wie einen Parkschaden kannst du auch selbst übernehmen, um eine Rückstufung zu vermeiden und weiterhin von günstigen Prämien zu profitieren.
So gehst du bei einem Schadenfall vor
Auch mit Bonusschutz musst du einen Schaden sofort der Versicherung melden. Beachte folgende Schritte:
Schaden dokumentieren (Fotos, Unfallprotokoll)
Versicherung umgehend kontaktieren (Hotline oder App)
Bonusschutz aktiv prüfen (meist nur 1 Schadenfall pro Jahr abgedeckt)
Reparatur oder Gutachten einholen lassen
Prüfen, ob sich eine Selbstzahlung lohnt (bei kleinen Beträgen)
Ein Schadenfall bedeutet nicht zwingend eine Rückstufung – vor allem nicht, wenn du einen Bonusschutz abgeschlossen hast oder den Schaden selbst bezahlst. Ebenfalls haben Schäden, welche durch die Teilkasko gedeckt sind, normalerweise keinen Einfluss auf die Bonusstufe.
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