Versicherung für junge Motorradfahrer: Biker auf Passstrasse

Die Motorradversicherung für Junglenker

  • 30.07.2020
  • Amelia L.
  • Lesedauer: 4 min.

Als Neuankömmling in der Töff-Welt stellen sich dir natürlich jede Menge Fragen: Welches Bike sollst du dir holen? Wie finanzierst du es – und mit welcher Versicherungslösung bist du am besten geschützt, wenn du das erste Mal über eine Passstrasse braust? Die Antworten gibt’s hier.

Junglenker und ihr erstes Motorrad: It was Love at first Ride...

«Booorn to be wiiiiiiiiiiiiiild!»

Gib’s zu: Du hast das nicht einfach gelesen, sondern im Kopf gerade mitgesungen, stimmt‘s? ;-)

Geht ja auch gar nicht anders – schliesslich hat sich der Song der US-amerikanischen Rock-Band Steppenwolf nicht umsonst als die Biker-Hymne schlechthin etabliert und ist fast untrennbar mit dem Freiheitsgefühl des Motorradfahrens verbunden.

Und wenn auch du dich mit dem Töff-Fieber angesteckt und die Motorradprüfung (Achtung: Ab 2021 gelten neue Regelungen für den Töffausweis!) erfolgreich absolviert hast, geht es nun schon alsbald darum, dir dein erstes eigenes Bike zu gönnen – ein denkwürdiger Moment! Aber welches soll’s denn sein?

Am besten gehst du einfach mal auf MotoScout24 ein wenig schneuggen: Dort hat es Tausende von Angeboten und bestimmt auch die passende Maschine für dich. Als Einsteiger solltest du dabei darauf achten, dass du dich nicht übernimmst. Wähle zu Beginn lieber ein Motorrad mit einer geringeren PS-Leistung und sammle ausreichend Fahrerfahrung, bevor du dich an ein leistungsstärkeres Gefährt wagst. Auch ein niedriges Gewicht sowie ein tiefer Schwerpunkt empfehlen sich für Junglenker, da dies die Kontrolle über die Maschine erleichtert.

Im Jahr 1885 entwickelten die deutschen Konstrukteure Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach mit dem ‘Daimler-Reitwagen‘ das erste Motorrad der Welt. Allzu grosses Vertrauen in die Fahrkünste der damaligen Bevölkerung hatten sie allerdings noch nicht: Den Daimler-Reitwagen gab es zuerst nur mit Stützrädern.

Grundlegende Versicherungen für junge Motorradfahrer

Wenn du dein Traumbike gefunden hast, musst du natürlich schnell zuschlagen, bevor es dir jemand anderes wegschnappt. Dabei stellt sich unweigerlich noch die Frage nach der Finanzierung: Hast du ausreichend Ersparnisse, um dir das Ganze leisten zu können? Falls dem nicht so ist, besteht die Möglichkeit, mit einem Privatkredit nachzuhelfen – die besten Angebote dazu findest du hier.

Des Weiteren musst du dein Motorrad versichern. Dabei wird erstmal zwischen den obligatorischen und den freiwilligen Versicherungen unterschieden.

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Zu den Angeboten

Die Haftpflichtversicherung

Wie beim Auto ist auch für deinen Töff eine Haftpflichtversicherung obligatorisch. Sie deckt die Schäden ab, die du anderen zufügst, falls es mal zu einem Unfall kommt. Dabei gilt es aber festzuhalten, dass das natürlich kein Freifahrtschein für unvorsichtiges Fahren ist. Sollte tatsächlich ein Unglück passieren und die Versicherung merkt, dass du fahrlässig gehandelt hast (Missachten der Verkehrsregeln, überhöhte Geschwindigkeit, Fahren unter Alkoholeinfluss etc.), kann sie die Leistungen kürzen oder sogar ganz streichen – dann musst du die Kosten selbst berappen. Das kann schnell saumässig teuer werden, weswegen du es lieber gar nicht erst darauf ankommen lässt.

Teil- und Vollkasko

Auf freiwilliger Basis kannst du entweder eine Teil- oder eine Vollkasko abschliessen. Auch diese funktionieren grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip wie beim Auto: Die Teilkasko kommt für Schäden auf, die durch Fremdeinwirkung an deinem Motorrad entstanden sind. Wenn also irgendein Blödmann auf dein Bike neidisch ist und den Rückspiegel abreisst, bist du dagegen versichert. Auch Elementarschäden wie Hagel oder Feuer sind darin enthalten. Wichtig: Parkschäden sind jedoch nicht immer dabei.

Die Vollkasko geht noch einen Schritt weiter und deckt auch die Schäden, die du durch dein eigenes Verschulden an deinem Töff entstehen. Wenn du also beim Einparken einen Betonpfeiler touchierst und deine Maschine danach etwas ramponiert ist, bist du daran zwar selbst schuld – die Versicherung kommt aber für den Schaden auf. Wichtig ist aber auch hier, dass du fahrtauglich warst und nicht grobfahrlässig gehandelt hast, da ansonsten die Leistungen gekürzt werden.

Die Sache mit dem Selbstbehalt

Der sogenannte Selbstbehalt ist der Fixbetrag, den du bei einem Unfall trotz Versicherung selbst bezahlen musst. Für dich als Junglenker (also bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres) ist das ein wichtiger Aspekt, denn manche Anbieter unterscheiden hier zwischen Einsteigern und erfahrenen Bikern: Das hat einen direkten Einfluss auf deinen Selbstbehalt, der (je nach Anbieter) von 0 bis 1‘000 Franken gehen kann. Sobald dieses Kriterium nicht mehr auf dich zutrifft, ist jedoch kein Selbstbehalt mehr vorgeschrieben.

Weitere Versicherungsmöglichkeiten

Neben den beiden ‘Grundbausteinen‘ Haftpflicht- und Kaskoversicherungen gibt es noch weitere Versicherungen, die du dir mal ansehen solltest. So kannst du beispielsweise auch deine Schutzausrüstung mitversichern lassen, was durchaus eine Überlegung wert ist. Denn einerseits solltest du niemals ohne unterwegs sein – andererseits ist sie nicht gerade billig.

Trotzdem ist eine Schutzausrüstung das A und O und eine Investition, die sich wirklich lohnt. Überzeug dich selbst und reib mal mit der flachen Hand in einer schnellen Bewegung über den Asphalt…das tut bereits ganz schön weh, oder? Nun stell dir vor, du verunfallst mit 80 km/h und schlitterst meterweit auf dem Rücken über die Strasse. Kein sehr angenehmer Gedanke – schon gar nicht, wenn du lediglich ein T-Shirt trägst!

Aus diesem Grund solltest du niemals auf eine solide Schutzausrüstung verzichten. Und für den Fall, dass diese bei einem Unfall beschädigt wird, kannst du sie versichern lassen.

Darüber hinaus bieten einige Versicherer auch eine Kostenbeteiligung an einem Fahrtraining an oder reduzieren die Versicherungsprämie, wenn du eins besucht hast. Auch das lohnt sich natürlich, da du so nicht nur dein eigenes Fahrgeschick trainierst und dich auf der Strasse sicherer fühlst, sondern gleichzeitig auch noch Geld bei der Versicherung sparst.

Zum Abschluss noch ein weiterer Tipp: Wenn du mit deinem Töff auf wirklich grosse Fahrt willst und eine Inspiration dafür suchst, gib dir mal die Dokumentarserie ‘Long Way Round‘. Sie zeigt die Motorrad-Weltreise der beiden Schauspieler Ewan McGregor (‘Star Wars‘) und Charley Boorman (‘Der Smaragdwald‘), die sie in 115 Tagen über 30‘000 Kilometer von London aus durch Europa, Asien und Nordamerika bis nach New York führte – ein Muss für jeden Töff-Fan. ;-)